Geld verdienen

Geld verdienen

Wenn Sie eine Webseite besitzen und sie so optimiert haben, dass sie für einige Keywords gute Rankingpositionen bei Google erzielt, dann wird es Zeit sich darüber Gedanken zu machen, wie man mit den Besuchern Geld verdienen kann. Bevor Sie jedoch daran denken, mit Ihrer Webseite Geld zu verdienen, sollten Sie ehrlich zu sich sein und vorab eine Analyse durchführen, ob wirklich bereits zahlreiche Besucher Ihre Webseite organisch durch die Eingabe von Keywords bei Google finden können. Fehlen nämlich die Besucher, können Sie noch so komplexe Marketingstrategien verfolgen, es wird Ihnen nicht gelingen, die Webseite zu monetarisieren. Als Fausregel gilt: 500 Besucher sollten täglich mindestens Ihre Webseite besuchen. Umso mehr, umso besser.

In dieser Übersicht zeigen wir Ihnen, wie Sie mit einer Nischenwebseite Geld verdienen können. Denn sind Sie als Firma aktiv und betreiben einen eigenen Onlineshop ist von Beginn an klar, womit Sie Ihr Geld verdienen: Mit dem Absatz Ihrer Produkte. Bei kleineren Webseiten und Blogs, sieht es jedoch häufig anders aus, denn diese verkaufen nicht unbedingt eigene Produkte und haben keinen Vertrieb wie Onlineshops. Dennoch gibt es Möglichkeiten, auch kleinere Webseiten zu monetarisieren, um Geld zu verdienen.

Affiliate Marketing

Dies ist die wohl am häufigsten gewählte Möglichkeit, im Internet Geld zu verdienen. Sie platzieren innerhalb Ihrer Webseite Links von Affiliate-Partnern. Diese können beispielsweise an ein Werbenetzwerk angebunden sein. Klickt nun einer Ihrer Besucher auf den Link und kauft ein Produkt bei dem Affiliate-Anbieter oder führt eine bestimmte Aktion aus (z.B. beim Gewinnspiel eintragen), dann erhalten Sie hierfür eine Provision. Diese kann fix sein oder prozentual vom verkauften Nettowarenwert abhängen.

Für die Firmen, welche Webseiten die Möglichkeit des Affiliate Marketings anbieten, ist diese Variante risikolos. Denn seitens der Betreiber entstehen keine Kosten für die Platzierung der Werbung. Lediglich wenn ein Lead, also ein Verkauf stattfindet, entstehen dem Anbieter Kosten. Wegen dieses geringen Risikos bevorzugen viele Firmen diese Art von Werbung. Als Webseitenbetreiber ist diese Variante ein wenig trickreich. Denn es müssen nicht nur Besucher auf die eigene Webseite kommen, es müssen auch Besucher sein, die Produkte von anderen Anbietern kaufen möchten.

Hier ein paar Affiliate-Werbenetzwerke, mit denen wir in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet haben:

  1. Affilinet: Dies ist ein deutsches Werbenetzwerk mit vielen Partnern.
  2. Belboon: Es gibt viele exklusive Partnerprogramme.
  3. Awin (ehemals Zanox): Jetzt mit neuem User-Interface. Es gibt viele bekannte deutsche Marken.
  4. TradeTracker: Eher ein kleines Netzwerk mit dem Sitz in den Niederlanden
  5. Tradedoubler: Viele bekannte Marken
  6. Adcell: Viele Partnerprogramme für verschiedene Nischen, auch Erotik.
  7. SuperClix: Deutsches Partnernetzwerk. Allerdings mit ungünstig gestaltetem Backend

Neben den Werbenetzwerken gibt es auch Direktpartner, bei denen man ohne Zwischenhändler (in Form des Werbenetzwerks) direkt bei den Anbietern an einem Affiliate-Partnerprogramm teilnehmen kann:

  1. Amazon-Partnernet: Mit dem weltweit größten Versandhaus kann man Millionen von Produkten bewerben. Die Provisionen sind jedoch nach Produktgruppen gestaffelt und reichen von 1% bis 10%. Im Vergleich zu anderen Partnerprogrammen ist der Verdienst sehr gering.
  2. Ebay-Partnerprogramm: 50% bis 70% der Einnahmen kann ein Webseitenbetreiber erhalten. Doch diese Angabe ist mehr als irreführend. Die Einnahmen, von denen ebay spricht, sind die Gebühren, die einem Verkäufer entstehen. Diese betragen etwa 10% und hiervon erhält der Werbende einen Teil, also effektiv zwischen 5% und 7% des Nettowarenwerts.
  3. Check24: Durch vergleichsweise hohe Margen im Finanzbereich kann ein Webseitenbetreiber hier mit der Vermittlung von Vertragsabschlüssen Geld verdienen. Es gibt Fixprovisionen und Provisionen, die bei der Vermittlung von Reisen oder Hotels gewährt werden (7%).

Vorteile der direkten Zusammenarbeit ohne Werbenetzwerk:

  • Die Anbieter müssen keine Netzwerkgebühr zahlen und hätten so die Möglichkeit, den Werbetreibenden eine höhere Provision auszuschütten.
  • Es gibt sehr viele Angebote und ist eine gute Möglichkeit, im Internet Geld zu verdienen.

Nachteile der direkten Zusammenarbeit:

  • Ist das Unternehmen zahlungsunfähig, erhalten Sie Ihre erwirtschaftete Provision unter Umständen nicht.
  • Hohe Mindestgrenzen für Auszahlungen: Wie bei Werbenetzwerken gibt es oft Grenzen, die mit den Provisionen überschritten werden müssen. Bei einem Werbenetzwerk werden die Provisionen der verschiedenen Anbieter gebündelt, bei einem Direktpartner nicht.
  • Bis man gute Partner gefunden hat, muss man lange recherchieren.
  • Einige Partner verlangen ein Minimum an Besuchern und überprüfen die Qualität der Webseite.

Werbung Pay per Click (PPC)

Anders als die Affiliate-Werbung, gibt es die Möglichkeit, pro vermitteltem Besucher einen Umsatz zu erwirtschaften. Bei dieser Methodik sind Sie nicht vom Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen abhängig, sondern verdienen Geld mit jedem einzelnen Klick. Das wohl bekannteste Pay per Click-Angebot stammt von Google Adsense. Hierbei fügt der Webseitenbetreiber einen HTML-Code in seine Webseite ein. Besuchern wird in diesem Feld Werbung von Kunden aus dem Google-Adwords-Werbenetzwerk eingeblendet. Klickt ein Nutzer auf die Anzeigen, erhalten Sie hierbei einen Umsatz gutgeschrieben. Je nach Werbepartner können dies wenige Cents bis einige Euros sein.

Vorteile von Google Adsense:

  • Sehr einfach in die eigene Webseite zu integrieren.
  • Hoher Verdienst, dieser wird mit zunehmendem Traffik noch höher.
  • Prinzipiell kann man mit dieser Methode beginnen, wenn man nur wenige Besucher hat.

Nachteile von Google Adsense:

  • Da die Werbeinhalte von Google automatisch ausgewählt werden, können unangemessene Anzeigen erscheinen, die mit dem Thema der eigenen Webseite nichts zu tun haben. Das könnte Besucher verjagen.
  • Die minimale Auszahlungsgrenze liegt bei 70€. Mit einem kleinen Blog dauert es sehr lange, bis Sie diesen Betrag erreicht haben.

Bezahlte Gastbeiträge

Vor allem Blogs können von dieser Möglichkeit profitieren, um Geld zu verdienen. Denn viele Firmen sind auf der Suche nach hochwertigen Links und suchen Blogs, wo sie diese platzieren können. Die Firmen entwerfen oft auch die Texte, sodass der Aufwand der Integration für Sie recht gering ist.

Vorteile von bezahlten Gastbeiträgen:

  • Vergleichbar hohe Bezahlungen (50€ bis tausende Euro je Beitrag)
  • Beiträge sehen nicht wie Werbung aus.
  • Firmen liefern Text, der für Ihre Webseite hilfreich sein kann, um neue Keywords zu integrieren.

Nachteile:

  • Bezahlte Gastbeiträge werden nur sehr selten angeboten.
  • Wendet die Webseite Spam-Techniken an, kann dies zum Verlust der Rankingposition der eigenen Webseite führen.
  • Die Bezahlung erfolgt einmalig. Wird die eigene Webseite bekannter, gibt es in der Regel keinen Spielraum, um nachträglich zu verhandeln.

Links vermieten

Beim Linkaufbau ist es möglich, Links zu mieten. Wer ein hohes Ranking für die eigene Webseite besitzt, kann davon profitieren. Man sollte dabei jedoch sehr vorsichtig vorgehen, denn Google straft Webseiten, die Links kaufen ab und hiervon könnte auch die verlinkende Webseite Schaden nehmen.

Vorteile, Links zu vermieten:

  • Regelmäßige Umsätze durch den Werbepartner, unabhängig von der Anzahl der Besucher oder der Anzahl der Klicks.
  • Wenig Aufwand bei der Integration.

Nachteile:

  • Kann zu Abstrafung bei Google führen.
  • Kann juristische Folgen haben, wenn sich die verlinkte Webseite nicht an die Gesetze hält.

Direkte Werbung verkaufen

Um Geld zu verdienen, muss man nicht unbedingt an einem Werbenetzwerk teilnehmen. Sie können direkt Werbeplätze auf Ihrer eigenen Webseite anbieten und solange warten, bis sich die Möglichkeit einer Zusammenarbeit ergibt. Diese Werbemöglichkeit ist für bekannte und etablierte Blogs eine gute Möglichkeit, Geld zu verdienen. Wer diese Möglichkeit nutzt, sollte darauf achten, dass er selbst als Werbender auftritt. Bucht ein Unternehmen Werbung auf Ihrer Webseite, müssen Sie dem Unternehmen eine Rechnung ausstellen.

Vorteile der Direktwerbung:

  • Es werden keine Provisionen an Zwischenhändler fällig.
  • Meist wird ein monatlicher / wöchentlicher oder täglicher Preis vereinbart; oder alternativ ein Preis je 1000 Einblendungen (TKP = Tausend Kontakt Preis)

Nachteile von Direktwerbung:

  • Rechnungstellung ist dringend erforderlich.
  • Verträge sollten vorhanden sein, welche die Geschäftsbeziehung genaustens beschreiben und absichern.
  • Es dauert sehr lange, gute Werbepartner zu finden, die langfristig Werbung schalten möchten.

Digitale Produkte und Dienstleistungen online anbieten

Wer die Möglichkeit hat, viel Zeit in seine digitalen Produkte zu stecken, kann auch mit diesem Geld verdienen. digitale Produkte haben in der Regel die Möglichkeit zu skalieren. Dies bedeutet, dass Sie einmal den Aufwand der Erstellung haben und dann tausende Exemplare hiervon verkaufen können. Für jedes neu verkaufte Exemplar fallen 0€ Gebühren für Sie an und es können regelmäßige Einnahmen erzielt werden.

Das bekannteste Beispiel ist der Verkauf eines selbstgeschriebenen eBooks. Wenn Sie Experte auf einem bestimmten Gebiet sind und gerne schreiben, dann können Sie ein eBook entwickeln und dieses auf Ihrer Webseite zum Kauf anbieten.

Wenn Sie als Programmierer die Möglichkeit haben, komplexere Anwendungen zu erstellen, kann auch hier eine Basis geschaffen werden, um Geld zu verdienen. Dies können automatisierte Berechnungen sein bis hin zu Analyseprogrammen und mehr. Es gibt noch tausende Beispiele, werden Sie kreativ und schauen Sie, ob Sie eine Idee für etwas finden, dass Ihre Besucher gerne nutzen würden und sogar bereit sind, dafür Geld zu zahlen.

Webseite verkaufen

Eine weitere Variante zum Geld verdienen mit einer eigenen Webseite besteht darin, die Webseite als komplettes Projekt zu verkaufen. Dann ist die Webseite selbstverständlicherweise nicht mehr in der eigenen Hand und ein Dritter, eine Firma o.Ä. führt das Projekt fort. Je nach Bekanntheitsgrad einer Webseite kann diese auch mehrere zehntausende Euro abwerfen. Sie sollten sich vorab überlegen, ob Sie das Projekt, welches mit Ihrem Herzblut geschaffen wurde, wirklich verkaufen möchten. Wenn der angebotene Preis das dreifache der jährlichen Umsätze beträgt, kann man überlegen, dieses Angebot anzunehmen. Wenn Sie nämlich in diesen drei Jahren ein neues Projekt etabliert haben, mit dem Sie vielleicht schon ab dem zweiten Jahr Geld verdienen, wäre der Verkauf eine Variante. Oftmals können Sie eine Webseite jedoch auch behalten, haben allerdings trotzdem dem Aufwand der Pflege, müssen neue Beiträge erstellen und auch auf technische SEO-Neuerungen reagieren. Der Verkauf einer Webseite samt Domain ist letztendlich wie der Verkauf einer Firma.

Fazit Geld verdienen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit der eigenen Webseite im Internet Geld zu verdienen. Bei performanceorientierten Werbemodellen ist es wichtig, dass die Webseite bereits zahlreiche Besucher hat, denn die Menge der Besucher ist entscheidend darüber, wie viele Umsätze generiert werden können. Alternativ besteht die Möglichkeit, Werbung zu vermieten. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Sobald Sie jedoch regelmäßig Besucher auf Ihrer Webseite verzeichnen, sollten Sie die Chance nutzen, Geld zu verdienen.


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